AUSSTELLUNGEN 2026

AB 17.5.26
SAMMLUNG
MEIN LIEBER SCHWAN
Mit „Mein lieber Schwan!“ präsentiert das Sprengel Museum Hannover seine umfassend neu konzipierte Sammlung auf rund 3.000 Quadratmetern. In 20 neu gestalteten Räumen treten mehr als 400 Werke des 20. und 21. Jahrhunderts in überraschende Dialoge. Die Neupräsentation verbindet Werke der Klassischen Moderne mit Gegenwartskunst und eröffnet neue Perspektiven auf die Geschichte der Kunst als offenes Geflecht aus Beziehungen, Brüchen und Wiederentdeckungen.
Kuratiert von Inka Schube, kuratorische Assistenz Katharina Herrmann

12.6.26 BIS 27.9.26
FARZANE VAZIRITABAR
COLORFUL THREADS. FROM LINE TO ACTION
Eine Ausstellung im Rahmen des KUNSTPREIS HANNES MALTE MAHLER - IT IS ART® Der „Kunstpreis Hannes Malte Mahler – it is art®“ wird alle vier Jahre von feinkunst e.V. in Kooperation mit dem Sprengel Museum Hannover vergeben. Aktuelle Preisträgerin ist Farzane Vaziritabar (*1987 in Yazd, Iran). Ihr vielschichtiges Preisträger*innen Projekt „Colorful Threads“ umfasst Ausstellungen, Interventionen, Performances, Installationen und Skulpturen an über 30 verschiedenen Orten im Stadtraum und nimmt Bezug auf Hannovers „Roten Faden“. Sie lädt dazu ein, Hannover neu zu erleben und gewohnte Perspektiven zu verlassen. Im Zentrum ihres Projekts steht die Frage, wie urbane Narrative entstehen und welche Geschichten im öffentlichen Raum sichtbar werden – oder verborgen bleiben. Dazu untersucht sie insbesondere Benennungen, Denkmäler und Orte kollektiver Erinnerung als um kämpftes Terrain.
Kuratiert von Reinhard Spieler

1.7. BIS 4.10.26
PAUL MPAGI SEPUYA
IM BLICK DES BEGEHRENS
Der US-amerikanische Fotograf Paul Mpagi Sepuya (*1982) verbindet in seinen Porträt- und Studio fotografien sinnliche Nähe mit visueller Präzision. In intimen Begegnungen mit Freund*innen entstehen vielschichtige Kompositionen, die eine queere und Schwarze Perspektive ins Zentrum rücken. Mithilfe von Spiegeln und inszenierten Arrangements er schafft er ein bildliches Wechselspiel aus Sehen und Begehren, in das auch die Betrachtenden ein bezogen werden.
Die Schau ist in Kooperation mit dem Fotomuseum Winterthur entstanden und die erste umfangreiche Einzelausstellung von Paul Mpagi Sepuya in Deutschland.
Kuratiert von Stefan Gronert

1.8. BIS 1.11.26
ZWISCHEN WIRKLICHKEIT UND TRAUM
OTTO GLEICHMANN
UND DER EXPRESSIONISMUS IN HANNOVER
Als Retrospektive zeigt die Ausstellung über 100 Werke aus Otto Gleichmanns (1887-1963) fast 50-jähriger Schaffenszeit. Gleichmann zählt zur jüngeren Riege des deutschen Expressionismus und war Mitglied der Hannoverschen Sezession. Trotz seiner Erfolge in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist er heute nahezu vergessen.
Sein Hauptthema ist der Mensch, sein Werk getragen von humanitärem Mitgefühl und feinster Sensibilität. Verwunschene Gestalten durchstreifen dicht gedrängte Städtelandschaften oder vergnügen sich in Varietés und Zirkussen. Erstmalig wird in der Schau auch das Werk seiner Frau Lotte Gleichmann-Giese (1890–1975) präsentiert, ergänzt um 36 Werke von Künstler*innen aus Otto Gleichmanns Umfeld, die zum Ende der 1910er und Beginn der 1920er-Jahre in Hannover künstlerisch wirkten.
Kuratiert von Karin Orchard
PRESSEKONFERENZ
Donnerstag, 30.7.26, 11.00 Uhr
ERÖFFNUNG
Freitag, 31.7.26, 19.00 Uhr

28.11.26 BIS 28.2.27
NEVIN ALADAG
KURT SCHWITTERS PREIS 2026 DER NIEDERSÄCHSISCHEN SPARKASSENSTIFTUNG
Nevin Aladağ erhält den Kurt Schwitters Preis 2026 der Niedersächsischen Sparkassenstiftung. Die Auszeichnung, die zum fünfzehnten Mal vergeben wird, ist mit 30.000 Euro dotiert und umfasst eine Einzelausstellung im Sprengel Museum Hannover.
Aladağ wurde 1972 in Van (Türkei) geboren, wuchs in Stuttgart auf und studierte von 1994 bis 2000 Bildhauereibei Olaf Metzel an der Akademie der Bildenden Künste München. Sie lebt heute in Berlin und ist seit 2019 Professorin für „Skulptur in Bewegung“ an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Nevin Aladağ arbeitet multimedial. Ihr Werk umfasst Skulpturen, Installationen, Collagen, Reliefs, Video- und Soundarbeiten sowie Performances. Oft dienen Alltagsgegenstände, alltägliche Situationen und Handlungen als Ausgangspunkt. Ihr Interesse gilt den kulturellen und politischen Bedeutungen, die mit der Herkunft und Geschichte dieser Objekte verbunden sind. Durch die Herauslösung der Dinge aus ihrem ursprünglichen Kontext verändert sie deren Lesart und macht ideologische und politische Konnotationen sichtbar. Ein zentrales weiteres Thema ihrer Arbeit ist Musik, Tanz und Spiel als Ausdruck kultureller Identität. In Projekten wie dem Musikzimmer, das 2017 auf der documenta in Athen gezeigt wurde, kombiniert sie Musikinstrumente aus verschiedenen Teilen der Welt zu skulpturalen Arbeiten, Performances und Wandreliefs.
Kuratiert von Johanna Adam/Stefan Gronert
ERÖFFNUNG
Freitag, 27.11.26, 19.00 Uhr, Eintritt frei

5.12.26 BIS 7.2.27
HANNES MALTE MAHLER
IHR WERDET SCHON SEHEN
Hannes Malte Mahler ist ein Künstler, dessen Werk so bunt und vielgestaltig ist wie sein Wappentier – das Chamäleon. Die Bandbreite seiner Arbeiten ist enorm und reicht von Malerei, Zeichnung und Fotografie über Objekt- und Performancekunst bis hin zu Installationen mit und ohne „Partikel“ aus Styrodur, Kritzeleien und anderen Quisquilien. Hinzu kommen digitale Zeichnungen, die Mahler – das Spannungsfeld zwischen Kunst und Kommerz auslotend – in einem seiner letzten großen Projekte auf bunte T-Shirts und Stofftaschen unter dem Titel „Mahlerwear. It is art“ überführte. Ende 2026 widmet das Sprengel Museum Hannover Hannes Malte Mahler eine umfassende Retrospektive, die die Vielseitigkeit und Einzigartigkeit seines künstlerischen Schaffens würdigt.
ERÖFFNUNG
Freitag, 4.12.26, 19.00 Uhr
